Obwohl Speed zu den meistkonsumierten Partydrogen gehört, füllt
häufig nur Ecstasy die Zeitungsspalten. Unter Speed versteht man
Zubereitungen, die das vollsynthetische Amphetamin und Methamphetamin
enthalten.Methamphetamin (MA) hat die zweifache Potenz von Amphetamin und
wirkt viel länger als Kokain. Die eingenommenen Mengen können enorm
variieren. Von 10 mg bis 1 g ist je nach Toleranzstadium alles möglich,
berichtet Professor Dr. Steven Batki, Department of Psychiatry, SUNY Upstate
Medical University, Syracuse. Methamphetamin wirkt als in direkter
Katecholamin- und 5-HT-Agonist und heizt damit die Entleerung der Dopamin-,
Noradrenalin und Serotoninspeicher an.
Methamphetaminkonsum hat psychiatrische Konsequenzen. Akute Psychosen
zeigen sich vor allem in Paranoia, Wahnvorstellungen und in einer
übertriebenen Beobachtung des Umfeldes. Eine Chronifizierung kann als Folge
des akuten Geschehens oder nach erneutem MA-Gebrauch eintreten. Während der
Intoxikation kann der Konsument manisch werden, Entzugssymptome können einer
Depression Vorschub leisten.
Wenige Studien befassten sich mit der Therapie der MA-Abhängigkeit.
Trizyklische Antidepressiva konnten die Entzugserscheinungen nicht mildern,
SSRIs wie Sertralin und Fluoxetin ebensowenig. Kalziumkanalblocker sahen in
vitro viel versprechend aus, doch in vivo verstärkten sie den Appetit auf
die Droge sogar noch. »Leider gibt es noch nichts, was Hoffnung verspricht«,
konstatiert Prof. Batki.
MDMA (Methylendioximetamphetamin), auch Ecstasy genannt, hat in den
letzten Jahren in der Partyszene an Beliebtheit gewonnen. Die Klientel, die
sich damit beglückt, ist wesentlich jünger, die Effekte der beliebten
Partydroge sind jenen des Methamphetamins sehr ähnlich. »Bei Patienten mit
psychotischen Auffälligkeiten sollte auch immer nach diesen weit
verbreiteten Partydrogen gefragt werden«, meint Prof. Batki abschliessend.
vh
Mit ihrem poppigen Aussehen bestärken Ecstasy-Pillen die vermeintliche
Harmlosigkeit bei den meist jungen Konsumenten. Der Effekt ist mit dem von
Methamphetamin vergleichbar.
FLASHLITE Sexualmedizin Heft 12/2003, Seite 261
Ist
Haschisch schädlicher als Tabak ?
Haschisch-Raucher leben gefährlich -gefährlicher
jedenfalls als Personen, die «bloss» Zigaretten rauchen. Eine Studie von
britischen Forschern beweist, dass schon drei Joints mit reinem Cannabis
im Körper so viel Schaden anrichten wie eine ganze Schachtel
Zigaretten.
«Und wer Cannabis mit Tabak mischt, verstärkt die
schädigenden Effekte noch», berichtete gestern ein Vertreter der
«British Lung Foundation». «Der Teer im Cannabis enthält 50 Prozent
mehr Krebs erregende Stoffe als Tabak.» Und Helena Shovelton, die
Geschäftsführerin der Lungen-Stiftung, erklärt:
«Zudem ist das Inhalationsvolumen bei Cannabis bis zu
vier Mal höher als bei Tabak. Dadurch gelangt auch mehr giftiges
Kohlenmonoxid in die Lungen.»
Generell sollen die Risiken beim Cannabisrauchen seit
den 60er-Jahren zugenommen haben. Der Grund: Der Gehalt an
Tetrahydrocannabinol (THC) stieg um das 15fache an. THC ist der
psychoaktive Wirkstoff von Cannabis.
sda-Meldung 12.11.2002
Was sind Thai-Pillen ?
Immer wieder kommen neue synthetische Drogen auf den Markt. Eine davon sind die sogenannten „Thai-Pillen“. Sie werden auch
Yava-Pillen, Thai-Amphis oder Shabu genannt. Sie enthalten Methamphetamin und
schmecken stark nach Vanille.
Die in den Thai-Pillen enthaltene Substanz ist dem Ecstasy verwandt, jedoch nicht identisch.
Ecstasy beinhaltet 3,4-Methylen-Dioxy-Methamphetamin, kurz MDMA genannt.
Die Wirkung von Methamphetamin ist stärker und verheerender als von Ecstasy. Methamphetamin hat dadurch ein hohes und schnelles Abhängigkeitspotential.
Akute Wirkungen: Euphorie stark aufputschend, die Aggressivität steigert sich massiv, zudem Selbstüberschätzung und Gefühl überschäumender Energie.
Wirkungsdauer: 8 bis 24 Stunden.
Regelmässiger Konsum führt zu Nervosität, Reizbarkeit und Wahnvorstellungen, die plötzliche, unvorhersehbare und unberechenbare Gewaltausbrüche zur Folge haben können. Es besteht zudem eine nicht unerhebliche Suchtgefahr, gefolgt von körperlicher und seelischer
Verwahrlosung. Weitere Folgen des regelmässigen Konsums sind: Appetitlosigkeit, chronische Schlafstörungen, Angstzustände, Depressionen, Verfolgungswahn, schizophrenieähnliche Folgezustände.
Komplikationen: teilweise oder gänzlicher Verlust des Gedächtnisses kommt vor. Die Folge davon ist Invalidität.
Die Tabletten sind heute bereits flächendeckend in der ganzen Schweiz verbreitet. Die Verbreitung wurde dadurch gefördert, dass sie billiger sind als Ecstasy-Tabletten.
Was ist flüssiges Ecstasy ?
Flüssiges Ecstasy oder Gamma-Hydroxy-Butyronsäure (oder Butyrat)
ist seit neuestem auch in der Schweiz im Umlauf und hat bereits zu ernsthaften
Zwischenfällen und Todesfällen geführt.
Es handelt sich um ein in den sechziger Jahren entwickeltes
Narkosemittel. Es wurde früher zur Ruhigstellung von komatösen Schädelhirn-Verletzten
eingesetzt. Wegen starken unerwünschten Nebenwirkungen( Krämpfe, Erbrechen,
unkalkulierbar lange Wirkungsdauer) wurde es dann durch andere Medikamente ersetzt.
Die angebotene Flüssigkeit ist wasserklar, schmeckt salzig und wird
meist in Plastikfläschchen verkauft. Manchmal kippt der Dealer Liquid Ecstasy dem Kunden
einfach aus einer grossen Flasche ins Getränk.
Unerwünschte Wirkungen
Bereits geringe Erhöhung der Dosis kann die unerwünschte Wirkungen
zur Folge haben. Niedrige Dosen können zu Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und
Krampfanfällen führen, höhere Dosen zu Verwirrtheit, Sprachstörungen, plötzlichem
Schlaf und Koma. Erhöhte Dosen führen zu verstärkter Aggressivität.
GHB senkt die Zahl der Atemzüge und den Puls auf gefährlich tiefe
Werte. Dies kann zu Herz- und Atemstörungen zur Folge haben.
Vergiftungserscheinungen
Die Opfer von Vergiftungserscheinungen haben Atem und
Kreislaufprobleme und müssen deshalb bis zum Nachlassen der Giftwirkung künstlich
beatmet werden. Todesursache ist jeweils Atemstillstand. Solche Todesfälle können auch
ohne zusätzlichen Alkoholkonsum auftreten. Alkohol und Drogen verstärken die negative
Wirkung auf das Atemzentrum und erhöhen damit die Gefahr eines tödlichen
Atemstillstands.
Entzugssymptome
Nach längerem Missbrauch treten Entzugssymtome in Form von
Schlaflosigkeit, Angstzuständen und Zittern auf. Diese Symptome dauern etwa 3 -12 Tage.
Strassenverkehr
Wegen der Unberechenbarkeit des Auftretens von unerwünschten
Wirkungen und Vergiftungserscheinungen ist grösste Vorsicht geboten. Autofahrten nach
Einnahme von GHB sollten unbedingt vermieden werden.
Weil diese Substanz jetzt erstmals als Droge verwendet wird, ist sie
noch nicht in die Betäubungsmittel-Liste der verbotenen Stoffe aufgenommen worden. Dies
heisst aber nicht, dass es keine Droge ist und dass GHB nicht gesundheitsgefährdend ist.
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