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Cannabis:«Ab 20 Jahren bekommen Kiffer Probleme»20 Minuten, 10.06.2010LAUSANNE. Junge Ausländer und «Bildungsferne» kiffen am meisten. ganzer Artikel als PDF Der Misserfolg der HeroinabgabeDie renommierte britische Fachzeitschrift Lancet veröffentlichte am
29.5.2010 einen Bericht, in dem die Heroinabgabe als ein Erfolg dargestellt
wurde. Fakt ist, dass trotz dieser kostenintensiven Behandlung nur eine
überraschend kleine Minderheit der Süchtigen das Konsumieren von
Strassenheroin weglassen konnte. ganzer Artikel als PDF Heroinabgabe im Altersheim5.5.2010Ende März 2010 befanden sich zehn Patientinnen und Patienten der Kontrollierten Drogenabgabe (Koda) in Bern in einem Alters- oder Pflegeheim. Dies sind fünf Prozent aller Personen in der Heroinverschreibung in Bern. Koda hat 225 bewilligte Plätze, 200 davon sind besetzt. «Wir haben doppelt so viele Personen wie Anfang Jahr im stationären Bereich. » sagt die Koda-Leiterin. Gemäss Koda-Jahresbericht sind immer mehr Krankenheime, Spitäler und Reha-Kliniken bereit, Patientinnen und Patienten mit einer Heroinverschreibung aufzunehmen. Die Verantwortung für das Programm bleibt bei Koda. Die Mitarbeitenden der Institution liefern das Heroin jeweils wöchentlich in den Pflegeheimen ab. 2009 wurden in Bern 28,5 Kilo Heroin verteilt... ganzer Artikel als PDF Schizophrenie ist mögliche Folge von CannabiskonsumSeit mehreren Jahrzehnten wird Cannabis verharmlost. Die Bevölkerung wird in der Unwissenheit gehalten, welche Schäden Cannabis bewirken kann. Eine nicht zu unterschätzende Gefahr ist die Schizophrenie. Der Zusammenhang zu Cannabis wurde von Prof. Rössler in Zürich einmal mehr nachgewiesen - und sofort wieder bekämpft.Kenntnisse über die Schädlichkeit des Konsums von Haschisch hat man bereits sehr lange. Erwähnenswert dazu sind der vom englischen Parlament 1895veranlasste „Indische Hanfreport", die Beobachtungen des ägyptischen Arztes Moreno vor über 100 Jahren und ein vom New Yorker Bürgermeister La Guardia in den dreissiger Jahren veranlasste Untersuchungsbericht. Alle diese Berichte legten dar, welches die gesundheitsschädigenden Folgen des Cannabis sind. Die Lungenschäden und die psychiatrischen Störungen wie Amotivationales Syndrom und Schizophrenie wurden in all diesen Berichten erwähnt. Die Drogenkonsumenten und ihre Freunde in den Organisationen, die sich für die Drogenliberalisierung stark machten, haben diese Ergebnisse nie zur Kenntnis nehmen wollen. Erst als es mit den Jahren nicht mehr möglich war, alles zu verschweigen, drückte man sich so aus, dass Folgeschäden zwar „möglich" sind, aber „man dürfe diese nicht überbewerten", „keine Panik machen", und „diese Gesundheitsfolgen doch sehr selten" seien. Die Flyer der SFA (SFA= Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und Suchtfragen) sind ein eindrückliches Beispiel dafür. Auch noch nachdem vor etwa 20 Jahren eine Schwedische Studie an 15000 Rekruten belegte, dass 6-mal mehr Cannabisraucher an einer Schizophrenie erkranken als Nichtkonsumenten, wurden die Folgeschäden unverdrossen weiterhin negiert. Wer sich öffentlich dazu äusserte, wurde attackiert und als Hardliner beschimpft. Lernen von der TabakindustrieDer ganze Vorgang erinnert daran, dass die Tabakindustrie über 40 Jahre lang versucht hat, den Zusammenhang von Tabak und Lungenkrebs zu negieren, in Zweifel zu ziehen, als nicht bewiesen darzustellen. Es wurden über Jahre dutzende von Professoren in der ganzen Welt insgeheim dafür bezahlt, Verunsicherung zu schaffen. Diese Professoren verbreiteten kraft ihrer Fachautorität immer wieder die Ansicht, man könne solche Zusammenhänge nicht genau belegen, man wisse noch zu wenig Genaues darüber. Über Jahrzehnte war die Tabakindustrie erfolgreich mit dieser Strategie. Es wurde in der Tabakprävention viel zu wenig unternommen. Die Haschisch-Lobbyisten machen es der Tabakindustrie erfolgreich nach. Ziel dieser Kreise ist es, solange wie noch möglich die Mär von der Unbedenklichkeit des Haschrauchens aufrecht zu erhalten. Nur so kann die Hasch-Legalisierung noch erreicht werden. Es ist ein Milliardengeschäft, allein in der Schweiz. Wenn es dann nicht mehr anders geht, gibt man zwar zu, dass es schaden könnte, fügt aber hinzu, dass dies „noch unsicher" ist und – wenn überhaupt – „selten vorkommt". Auch die medizinische Fachliteratur – vor allem die deutschsprachige - war meistens sehr vorsichtig und zurückhaltend. Tendenziell wurde im nächsten Satz oder in der Zusammenfassung das davor gesagte wieder zurückgenommen. Die Formulierungen waren vage, voller Möglichkeitsformen. Es ging darum, ja bei niemandem anzuecken und von der Liberalisierern nicht attackiert zu werden. Auch die Artikel aus dem Institut von Prof. Rössler waren in dieser zurückhaltenden Art abgefasst. Cannabis erhöht das Risiko an Schizophrenie zu erkranken!Die renommierte medizinische Zeitschrift Lancet hat kürzlich eine Untersuchung abgedruckt, in der 35 veröffentlichte Studien aus den letzten Jahren detailliert analysiert wurden. Die Autoren fassten diese Studien zusammen und kommen zum Schluss, dass das Risiko für Cannabiskonsumenten, an Schizophrenie zu erkranken, um ungefähr 40% höher liege als bei Nichtkonsumenten. Bei regelmässigem Konsum erhöhe sich das Risiko sogar auf das Dreifache. An dieser Schlussfolgerung ist nicht zu rütteln. Eigentlich sind diese Zusammenhänge nichts Neues. Wie die obgenannte Studie gibt es bereits viele statistische Belege dafür. Die statistische Methode ist eine Möglichkeit, um wissenschaftliche Zusammenhänge zu erfassen und zu beweisen. Die andere in diesem Falle angewandte Methode ist die Neurowissenschaft. Sie untersucht die Neurotransmitter und Rezeptoren im Gehirn. Für die Entstehung von Schizophrenie ist Dopamin von zentraler Bedeutung. Die Neurowissenschaftler haben ebenfalls Belege gefunden, dass Cannabis eine Schizophrenie auslösen kann. Es fehlt zwar noch Klarheit über einige Zwischenschritte im Gehirn, aber die Belege sind eindeutig, so schreibt unter anderem der Lancet. Gerade an diesem Punkt der noch bis ins letzte Detail bekannten Zwischenschritte und möglichen statistischen Unzulänglichkeiten entzündet sich die von Liberali-sierungsbefürwortern und vom Bundesamt für Gesundheit entfachte Debatte. Man will einfach gewisse wissenschaftliche Ergebnisse nicht wahrhaben. Vor Cannabiskonsum muss endlich gewarnt werden!Die Tatsachen sollen nicht verbreitet werden, die Cannabiskonsumenten könnten aufgeschreckt werden. Deshalb wird jedes Mal von irgendwelcher Seite reagiert, wenn ein Bericht, wie der von Prof. Rössler in Zürich, veröffentlicht wird. Diesmal lies sich unverständlicherweise das BAG für solchen Unsinn einspannen. Würde das BAG seine wirklich vorbildliche Tabak-Präventionskampagne in gleichem Sinne bezüglich des Cannabis anwenden, dann hätte es das Gegenteil gemacht und eine Warnung vor Cannabis veröffentlicht. Es hätte dann die Ergebnisse der Wissenschaft – wie beim Tabak - in eine Präventionsbotschaft umgesetzt und hätte nicht erneut Verunsicherung verbreitet. Dieser Vorgang hat negative Folgen für die Prävention. Er fällt den Bemühungen vieler besorgter Eltern in den Rücken. Es ist zu hoffen, dass das BAG seine Position endlich überprüft und verändert. Die Schweizerische Fachsstelle für Alkohol- und Suchtfragen SFA hat dies scheinbar bereits gemacht, indem sie vor dem Cannabis nun warnt. Dies ist ganz neu, hatte diese Fachstelle doch früher alle Liberalisierungsschritte befürwortet und unterstützt. Hoffentlich bleibt die SFA bei ihrer Warnung und baut diese konsequent in ihre Präventions-Strategie ein. Dr. med. Hans Köppel, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, Baden Endocannabinoide lindern chronische SchmerzenBasel- Nach der Entdeckung der Cannabis-rezeptoren wurden bald einmal die endogenen Cannabinoide gefunden, die an diesen Rezeptoren andocken und ihre Wirkung entfalten. Diese Endocannabinoide werden bei Stress, Hunger oder Schmerz gebildet. Ihr Andocken an den Cannabisrezeptoren führt zur Linderung von Schmerzen.Die intensive wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Endocannabinoid-System hat einerseits zur Entwicklung von Antagonisten (blockieren die Rezeptoren) wie Rimonabant (Acomplia) geführt, die bei Patienten mit starkem Übergewicht eingesetzt werden können. Andererseits erhielt die Schmerz-forschung neue wichtige Impulse, dass das Endo-cannabinoid-System an der Verarbeitung von Schmerzreizen sowie an neuroplastischen Vorgängen beteiligt ist. CB1 „Knock-out"-Mäuse als Modell Cannabinoide aktivieren CB1- und CB2-Rezeptoren, wobei im Hirn der CB1-Typ die vorherrschende Rolle innehat. Das Endocannabinoid-System ist für Gedächtnis, Motorik, Schmerzempfindung, Emotion und Appetitsteuerung zuständig. Im Tiermodell liess sich eindeutig zeigen, dass Cannabinoide schmerzhemmend wirken. CB1"Knock-0ut"-Mäuse (Mäuse ohne CB1-Rezeptoren) wiesen zwar die gleiche Schmerzschwelle auf wie der Wildtyp, doch sank diese Schwelle bei wiederholter Anbringung eines Schmerzreizes. Dies führte zur Hypothese, dass das Endocannabinoid-System weniger an der akuten als viel mehr an der Kontrolle chronischer Schmerzen beteiligt ist. Das Schmerzgedächtnis verhindern In diesem Zusammenhang kam Prof. Dr. Andreas Steck, Vorsteher der Neurologischen Universitätsklinik Basel, auf die Langzeitpotenzierung (LTP) zu sprechen, einer Verstärkung der synaptischen Antwort auf einen identischen Reiz. Dieses Modell der Speicherung von Gedächtnisinhalten gilt auch für das Schmerzgedächtnis. Während der LTP bei CB1-„Knock-out"-Mäusen stärker ausgeprägt ist als beim Wildtyp – was mit einem intensiveren Schmerzgedächtnis einhergeht -, wirken exogene Cannabinoide der neuronalen Plastizität entgegen. Exogene Cannabinoide verhindert also die Gedächtnisspeicherung von Schmerz, was die Entstehung von chronischen Schmerzsyndromen blockiert. Bisher stehen Cannabinoide allerdings noch nicht für die Therapie zur Verfügung, sie könnten aber bei der Kontrolle neuropathischer Schmerzen Bedeutung erlangen. Darüber hinaus wäre es denkbar, Cannabinoide bei Erkrankungen einzusetzen, die mit einer inadäquaten Verarbeitung von Schmerz und Angst einhergehen. Mit Cannabinoiden liesse sich möglicherweise der chronische Schmerz, der durch emotionale Komponenten und aversive Gedächtnis-inhalte beeinflusst wird, besser kontrollieren. Diese Forschung geschieht immer auf der Basis von synthetischen Cannabinoiden, die als Medikamente eingesetzt werden können, und nicht auf Marihuana, das zusammen mit hunderten krebserregenden Substanzen inhaliert werden muss. |
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